PARENTHESE

14.04.2009

Das App Store: Eine Ökonomische Betrachtung

Seit dem 11. Juli gibt es einen neuen Markt, den Markt für iPhone-Applikationen, d. h. Programme, sprich: Apps. Deren Zahl hat inzwischen die 1000 überschriften. Zeit für eine kleine Analyse.

1. Wettbewerbsituation

Die schiere Zahl der Apps ist riesig, in kürzester Zeit hat sie fast die Größe der Apps für ältere Smartfone-Plattformen erreicht, wie zum Beispiel palm. Für viele Anwendungen gibt es weit mehr als eine Alternative, so gibt es etwa ein Dutzend Aufgabenverwaltungen, zig Sudokus, mindestens drei Wikipedia-Betrachter und so fort.

Die Preisgestaltung reflektiert dies. Das Preisniveau ist insgesamt niedrig. Viele Apps werden zu 99 US-cent (79 Euro-cent) verkauft, für die gängigsten Anwendungen wie Taschenlampe, To-Do-Liste oder Sprachnotiz gibt es Gratisalternativen. Die Preise sind durchaus nicht starr: Es ist nicht unnüblich, dass Apps mit dem Erscheinen von Konkurrenzprodukten billiger werden. Man sieht häufig auch niedrige, später steigende Einführungspreise. Zum Teil wird den Entwicklern auch klar, dass sie ein eizigartiges Produkt am Markt haben, und sie erhöhen den Preis.

2. Markttransparenz

Der einzige Ort, wo man Apps kaufen kann, ist der App Store. Hier werden alle Apps, in einen Dutzend Rubriken gegliedert, aufgelistet. Konnte eine App in der ersten Woche noch in mehreren Rubriken erscheinen, so muß sich der Entwickler nun für eine entscheiden. Eine Suche nach Namen der Apps oder Stichwörtern im Beschreibungstext liefert brauchbare Ergebnisse.

Die Beschreibungstexte variieren naturgemäß ebenso wie die Anzahl der Screenshots, und es ist sehr unbefriedigend, keine Demoversionen abrufen zu können. Oft ist fällt daher die Entscheidung gegen eine App, die man zum Ausprobieren kaufen müsste.

Rubriken:  iPhone